B.10. Gesundheitsförderung und Umwelterziehung

Was ist eine gesundheitsfördernde Schule?

Der Arbeitsansatz der „Gesundheitsfördernden Schule“ ist Anfang der 1990er Jahre von der Weltgesundheitsorganisation entwickelt worden. Er verfolgt die Zielsetzung, schulische Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen, die förderlich für die Gesundheit der gesamten Schulgemeinschaft sind. Ausgehend von der Überzeugung, dass Gesundheit in der alltäglichen Umwelt geschaffen wird, muss sich Gesundheitsförderung auf das soziale Gefüge „Schule“ beziehen und kann nicht allein auf das einzelne Individuum ausgerichtet sein. In Abkehr von der traditionellen Gesundheitserziehung, in der Schule „Gesundheit lehrt“, möchten wir hin zu einem Ansatz, in dem „gesund lernen“ zur Zielperspektive wird.  Damit wird die Schule selbst zu einem gesundheitsfördernden Projekt. Eine gesundheitsfördernde Schule

  • macht die Gesundheit aller an Schule Beteiligten zum Thema
  • ermöglicht allen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit
  • gestaltet Beziehungen und Kommunikation positiv
  • bemüht sich um ein Klima des Wohlbefindens
  • schafft gesundheitsfördernde Arbeits- und Lernbedingungen
  • nimmt Bedürfnisse als Entwicklungschancen wahr und nutzt vorhandene Ressourcen

Während traditionelle schulische Gesundheitserziehung primär auf die Zielgruppe der Schüler/innen ausgerichtet ist, bezieht Gesundheitsförderung alle Mitglieder der Schulgemeinschaft ein und bemüht sich um die Schaffung von Lern- und Arbeitsbedingungen, die der Gesundheit zuträglich sind.

Gesundheitsförderung und Umweltbildung

Die AG „Gesundheitsförderung und Umweltbildung“ hat in den letzten Jahren folgende Aktivitäten organisiert und durchgeführt und dazu externe Referenten von verschiedenen Institutionen wie zum Beispiel „Forum Prävention“, Verbraucherzentrale, Amt für Luft und Lärm, Universität FUB Bozen, Pädagogisches Beratungszentrum, Ökoinstitut, Amt für Wasserschutz, Stadtwerke Meran eingeladen:

  • Klassenstufenweise organisierte Vorträge und Workshops zu mehreren umwelt- und gesundheitsbildenden Themen, wie z.B. „Entdeckungsreise innere Stärke“ (1. Klassen), „Alles im Griff - Infos zu und zum Umgang mit Substanzen“ (2. Klassen), „Gesunde Ernährung und Gefahren von Wunderdiäten mit Zubereitung eines Protein-Shakes“ (3. Klassen), „Bär und Wolf“ (4. Klassen), „Cambiamenti climatici“ (5. Klassen).
  • Projektunterricht in Absprache mit den Schülern zum Thema „Ganzheitliche Sexualkunde“ (1. Biennium).
  • Klassenstufenübergreifende Projekte zu unterschiedlichen Themen z.B. „Elektrosmog und Gesundheit“.
  • Projekte für die gesamte Schule, z. B. Müllprojekt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Meran, Wasserspender, gesunde Pause (Bar und Automaten)
  • Organisation und Betreuung von Ausstellungen, z. B. zum Thema „Plastik“
  • Vorträge und Diskussionsrunden zu aktuellen umweltrelevanten Themen, z. B. „Wasserschutzbauten“, „Bär und Wolf“
  • Information und Sensibilisierung der Schulgemeinschaft zu umwelt- und gesundheitsrelevanten Themen über die Homepage, andere schulinterne Medien bzw. im Rahmen von Elternabenden, z.B. Umgang mit Strahlungsbelastung, verantwortungsvoller Umgang mit Internet etc.